Die Hormonspirale (Intrauterin-System IUS) ist eine hochwirksame Verhütungsmethode, die wie jedes Arzneimittel Nebenwirkungen haben kann. Zu Ihrer Orientierung finden Sie im Folgenden allgemeine Informationen zur Verträglichkeit der Hormonspirale. Verbindlich sind jedoch immer die Produktinformationen in der Packungsbeilage. Lesen Sie daher die Produktinformation aufmerksam und lassen Sie sich von Ihrer Ärztin/ Ihrem Arzt beraten.
Vor der Einlage der Hormonspirale sollte eine gynäkologische und allgemeinmedizinische Untersuchung stattfinden, um sicherzustellen, dass keine Kontraindikationen vorliegen (Kontraindikation = medizinische Gründe, die gegen die Anwendung eines Intrauterin-System (IUS) sprechen).
Die Hormonspirale wird im Allgemeinen gut vertragen. Die abgegebene Menge des Gestagens ist sehr gering. Unerwünschte Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen, Brustspannen, Akne, Blutungsstörungen, Schmerzen im Bauch oder Übelkeit treten meist nur während der ersten Anwendungsmonate auf, lassen dann aber gewöhnlich bald nach.
Im Gegensatz zu den älteren Kupferspiralen treten Beckenentzündungen bei der Hormonspirale seltener auf.
Es kann verschiedene medizinische Gründe geben, die gegen die Anwendung der Hormonspirale sprechen, sogenannte Kontraindikationen. Ihre Ärztin/Ihr Arzt kann Sie beraten.
Ein Intrauterin-System eignet sich für Frauen, die nicht täglich an die Verhütung denken wollen und eine längerfristige und reversible Verhütung anstreben. Die kontrazeptive Wirkung besteht auch unabhängig von Magen-Darm-Problemen.