DCSIMG
 Schering, making medicine work
  Français      Italiano      
HOMELEXIKONSITEMAPLINKSWEITEREMPFEHLEN
Körperliche Veränderungen

Die Pubertät wird durch Hormone eingeleitet. Die Eierstöcke des Mädchens beginnen, vermehrt Östrogene zu bilden.

Rein äusserlich ist die Pubertät durch einen intensiven Wachstumsschub und die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale gekennzeichnet. Aber auch die äusseren und inneren Sexualorgane, die ja bereits vor der Geburt im Mutterleib angelegt worden sind, wachsen und reifen nun zur Funktionstüchtigkeit heran.




Wachstum und Körperproportionen

Der intensivste Wachstumsschub liegt bei Mädchen zwischen dem 12. und 13. Lebensjahr. Unter dem zunehmenden Östrogenanstieg entwickelt sich die typisch weibliche Verteilung des Körperfettes mit vermehrter Fetteinlagerung im Hüft- und Oberschenkelbereich. Der Venushügel, der ebenfalls wesentlich aus Fetteinlagerungen besteht, wölbt sich deutlich hervor.

Es sind die Östrogene, die für das Schliessen der Wachstumsfugen im Knochen verantwortlich sind und das Längenwachstum etwa im 16. bis 17. Lebensjahr beenden.




Brustentwicklung (Telarche)

Zu Beginn der Pubertät verändert sich zunächst die Brust. Mit etwa 10 bis 13 Jahren beginnt der Drüsenkörper zu wachsen. Es gibt natürlich grosse individuelle Unterschiede, so dass Alterangaben immer nur Durchschnittswerte darstellen. Zunächst entsteht eine Knospenbrust. Der Warzenhof vergrössert sich. Der Drüsenkörper wächst weiter und die Rundungen der Brust nehmen zu. Im Verlauf färbt sich der Warzenhof durch vermehrte Pigmentierung immer dunkler. Mit etwa 16 Jahren ist die Brust in der Regel ausgebildet. Brüste können asymmetrisch wachsen, d.h., eine Brust kann zunächst grösser sein als die andere. Bis zum Abschluss der Entwicklung gleicht sich dies aber in der Regel wieder aus. Kleine Grössendifferenzen bleiben aber so gut wie immer bestehen. Während der Drüsenkörper wächst, ist er manchmal sehr berührungsempfindlich.




Scham- und Achselbehaarung

Durch die zunehmende Bildung und Wirkung der Sexualhormone entwickelt sich die Scham- und Achselbehaarung. Sie ist bei Mädchen etwa mit dem 14. Lebensjahr voll ausgebildet.




Die erste Regelblutung

Etwa ein bis zwei Jahre vor der ersten Menstruation zeigt sich bei vielen Mädchen ein weisslicher Ausfluss. Der Weissfluss ist eine natürliche Absonderung aus der Scheide. Sie zeigt an, dass die Geschlechtsorgane ihre Funktion aufgenommen haben. Sichtbares Zeichen der Geschlechtsreife ist bei Mädchen die erste Regelblutung (Menarche), die etwa im Alter von 11 bis 15 Jahren einsetzt.

In den nächsten Jahren etabliert sich ein regelmässiger Menstruationszyklus. Als Zyklus wird die Zeit zwischen dem ersten Tag der Regelblutung und dem letzten Tag vor der nächsten Regelblutung gezählt (durchschnittlich 28 Tage). Der Menstruationszyklus setzt natürlicherweise nur während der Schwangerschaft aus und beginnt wieder einige Zeit nach der Geburt des Kindes. Frauen behalten ihren Zyklus bis zur letzten Regelblutung (der Menopause), die etwa um das 50. Lebensjahr herum auftritt.

Der Menstruationszyklus wird durch Hormone gesteuert. Da das Hormonsystem anfangs noch recht labil ist, sind die Blutungen zunächst noch unregelmässig. Es kann vorkommen, dass die Menstruationen im Anschluss an die Menarche oft mehrere Monate auf sich warten lassen.

Erst etwa zweieinhalb Jahre nach Beginn der Pubertät haben junge Frauen regelmässige Eisprünge in der Zyklusmitte und regelmässige Blutungen.

Wenn ein Mädchen in diesem Alter bereits mit einem Jungen schlafen möchte, sollte sie auf jeden Fall verhüten, um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen und sich vor Geschlechtskrankheiten zu schützen.

Hat sich bis zum 16. Lebensjahr noch keine Menstruationsblutung eingestellt, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.



-> Mehr zum Menstruationszyklus
-> Mehr zur Empfängnisverhütung in der Pubertät
-> Mehr zum ersten Sex
-> Mehr zum ersten Besuch beim Frauenarzt