DCSIMG
 Schering, making medicine work
  Français      Italiano      
HOMELEXIKONSITEMAPLINKSWEITEREMPFEHLEN
Chemische Schutzmittel (Spermizide)

Die heute zur Anwendung kommenden chemischen Verhütungsmittel gibt es z.B. in Form von Schaum-Ovula, Zäpfchen, Cremes, Schwämmchen oder als Tabletten.

Sie enthalten Substanzen (Spermizide, z.B. Nonoxynol-9), die die Samenfäden abtöten. Zusätzlich bilden einige Mittel einen zähen Schaum oder Schleim, der den Muttermund verschliesst und eine Barriere für die Spermien ist.

Chemische Schutzmittel werden oft falsch angewendet. Die Schutzmittel müssen tief in die Scheide der auf dem Rücken liegenden Frau eingeführt werden, da sonst die Gefahr des Abfliessens aus der Scheide besteht. Die Menge des Schutzmittels reicht nur für den einmaligen Geschlechtsverkehr aus. Bei nochmaligem Verkehr muss erneut Schutzmittel eingeführt werden.




Zuverlässigkeit chemischer Schutzmittel
Chemische Schutzmittel allein haben nur eine mittlere Zuverlässigkeit und genügen nicht für eine zuverlässige Verhütung. Sie sollten daher gemeinsam mit einem Kondom, Diaphragma oder der Portiokappe benutzt werden.


Vorteile chemischer Schutzmittel
Chemische Schutzmittel sind eine Alternative für Frauen, die hormonale Kontrazeptiva nicht anwenden dürfen oder wollen.

Sie eignen sich für Frauen, die nur gelegentlich Geschlechtsverkehr haben und daher keine ständige Schwangerschaftsverhütung anwenden wollen. Diese chemischen Verhütungsmittel sind jederzeit rezeptfrei in einer Apotheke erhältlich.



Nachteile und Nebenwirkungen chemischer Schutzmittel
Chemische Substanzen entfalten erst etwa nach 5–15 Minuten ihre empfängnisverhütende Wirkung und sollten für einen mittleren Empfängnisschutz grundsätzlich mit anderen Methoden wie z.B. dem Kondom kombiniert werden. Das Warten auf die Wirksamkeit beeinträchtigt die Spontaneität des Liebeslebens. Auch die notwendige Manipulation an der Scheide kurz vor dem Geschlechtsverkehr empfinden viele Frauen als unangenehm und lästig.

Bei der Anwendung von chemischen Schutzmitteln kann es auch zu unangenehmen Reizerscheinungen wie Brennen und Jucken an den Genitalien kommen.


-> Mehr zu Diaphragma und Portiokappe