In einigen Ländern wie auch der Schweiz gibt es das Kondom für die Frau. Es besteht aus feinem Plastikmaterial (Polyurethan; nicht zu verwechseln mit dem Gummi oder Latex-Kondom für den Mann) und hat an beiden Enden flexible Ringe, die es am Muttermund (geschlossene Seite des Kondoms) und am Scheideneingang (offene Seite) in Position halten. Ein Ring von 7 cm Durchmesser fixiert die Öffnung ausserhalb des Scheideneingangs. Ein kleinerer Ring von 6 cm Durchmesser befindet sich im Innern geschlossenen Ende des Ringes.
Das Einführen des Kondoms muss geübt werden. Fassen Sie den weichen, inneren Ring der geschlossenen Seite und drücken Sie ihn mit Daumen und Mittelfinger zusammen, so dass er lang und schmal wird. Mit der anderen Hand werden die Schamlippen auseinandergehalten. Vorsichtig wird der innere Ring in den Scheidenkanal eingeführt. Mit dem Zeigefinder fahren Sie in das Kondom und drücken es so weit wie möglich nach innen, wobei das Kondom nicht verdreht werden darf. Der äussere Ring verbleibt ausserhalb der Vagina. Das Kondom haftet an der Scheidenwand. Es ist äusserst wichtig, genug Gleitmittel zu verwenden, das vor dem Verkehr in das Kondom oder auf den Penis aufgetragen wird. Rutscht das Kondom heraus oder ins Körperinnere, ist zuwenig Gleitmittel verwendet worden.
Nach dem Sex sollte das Kondom vor dem Aufstehen entfernt werden. Dazu wird der äussere Ring zusammengedrückt, verdreht und das Kondom vorsichtig herausgezogen.
Jedes Kondom darf nur einmal verwendet werden.