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AIDS

AIDS - Die Abkürzung AIDS kommt aus dem Englischen (Acquired Immune Deficiency Syndrome) und bedeutet „Erworbener Immundefekt“. Der Krankheitserreger ist das HI-Virus (Humanes Immundefekt Virus).

AIDS ist die gefährlichste aller sexuell übertragbaren Krankheiten. Das HI-Virus greift das Abwehrsystem des Körpers an und zerstört es. Dadurch kann sich der Körper nicht mehr vor Infekten schützen, sie brechen leichter aus, und das Risiko an einer eigentlichen „harmlosen" Erkrankung zu sterben wird im Verlauf immer grösser.

Es gibt in der Zwischenzeit Medikamente, welche das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können, heilbar ist aber AIDS nicht!

Das HI-Virus wird bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr übertragen. Auch eine Blut-zu-Blut-Übertragung durch unreine Spritzen oder eine Transfusion von verunreinigtem Blut ist möglich. In der Schwangerschaft oder während der Geburt kann das Virus durch die Mutter auf das Kind übertragen werden.

Im normalen Umgang mit HIV-Positiven (Händeschütteln, Wangenküsse, das Leben im gemeinsamen Haushalt etc.) besteht keine Infektionsgefahr.



Symptome und Beschwerden
Die Wissenschaft teilt die Erkrankung in verschiedene Stadien ein.

Zunächst kommt es zur Infektion mit dem HI-Virus. Die Ansteckung kann in den ersten Wochen zu grippeähnlichen Beschwerden führen oder stumm (beschwerdefrei) verlaufen. Die weißen Blutkörperchen haben in der Regel 6 – 12 Wochen nach der Ansteckung so viele Antikörper (Abwehrstoffe) gebildet, dass diese im Blut nachgewiesen werden können.

Der HIV-Infizierte hat in der Regel keine Beschwerden. Jedoch vermehrt sich das Virus und befällt immer mehr Blutzellen, so dass die Abwehrkräfte immer mehr geschwächt werden.

Mit AIDS wird das Stadium der Krankheit bezeichnet, bei dem das Immunsystem so geschwächt ist, dass sich Infektionskrankheiten und Tumoren entwickeln können. Ohne Behandlung vergehen im Durchschnitt neun Jahre von der Ansteckung bis zum Ausbruch von AIDS.

AIDS zeigt sich zunächst an eher unspezifischen Symptomen wie
  • wiederholt auftretendes Fieber über 38,5 °C,
  • nächtliche Schweißausbrüche,
  • geschwollene Lymphknoten,
  • Durchfälle, die länger als einen Monat auftreten und keine andere Ursache haben,
  • Pilzbefall des Mund-Rachenraumes und / oder der Geschlechtsorgane,
  • wiederholt auftretende Gürtelrose,
  • Nervenerkrankungen an Armen und Beinen,
  • Gewebsveränderungen am Gebärmutterhals,
  • weißliche, behaart wirkende Mundschleimhautveränderungen.
Mit dem Fortschreiten der Erkrankung wird die Immunabwehr des Erkrankten immer schwächer. Es kann zu schweren Entzündungen der Organe kommen. Dazu zählen unter anderem Tuberkulose, Lungenentzündung und Krebserkrankungen.



Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis von HIV-Antikörpern und/oder der HI-Viren im Blut. Sind Antikörper vorhanden, muss HIV in den Körper eingedrungen sein. Dieses Testergebnis wird als positiv bezeichnet.


Vorbeugung und Behandlung


Der beste Schutz vor einer HIV-Infektion ist Safer Sex.


Bei Partnerwechsel ist es deshalb unbedingt empfehlenswert erst einen AIDS-Test zu machen, bevor man aufs Kondom verzichtet.

Drogenabhängige dürfen sich das Spritzbesteck nicht teilen. Personal im Gesundheitswesen, das mit fremden Körperflüssigkeiten in Kontakt kommt, muss alle Hygieneregeln genau einhalten.

Wenn Sie glauben, dass Sie sich mit HIV infiziert haben, sollten Sie schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind heute die Ärzte in der Lage zu helfen. Innerhalb weniger Stunden nach der Infektionssituation kann noch eine vorbeugende Behandlung eingeleitet werden.

AIDS ist noch nicht heilbar. Es gibt lediglich Medikamente, mit denen der Ausbruch von AIDS herausgezögert werden kann und die Lebenserwartung und Lebensqualität der Erkrankten verbessert werden können.

Verallgemeinernd kann man sagen, dass es verschiedene Behandlungsansätze gibt, die oft miteinander kombiniert werden:
  • Es werden antivirale Stoffe eingesetzt, die eine Verbreitung des Virus im Körper hemmen.
  • Das Abwehrsystem wird dadurch gestärkt. Ein Problem besteht darin, dass das HI-Virus wandlungsfähig ist und Resistenzen gegen bestimmte Medikamente entwickeln kann. Es liegt dann in der Hand des Arztes, entsprechende Behandlungsstrategien zu entwickeln.
  • Es werden gezielt die auftretenden Folgeerkrankungen der Infektion behandelt.
  • Die Betroffenen werden gegen verschiedene Krankheiten geimpft, zum Beispiel gegen Grippe, Lungen- oder Leberentzündungen.
  • Die Begleiterscheinungen der Erkrankung (Übelkeit und Appetitlosigkeit) werden symptomatisch behandelt.


-> Mehr zum Gebrauch des Kondoms