|
|
|
|
Hepatitis ist eine Leberentzündung. Sie kann unter anderem durch eine Infektion mit verschiedenen Hepatitis-Viren verursacht werden (Hepatitis A-, B- und C-, D-, E-Viren). Die Ansteckungswege und Erkrankungen unterscheiden sich bei den verschiedenen Virus-Hepatitisformen.
Die Hepatitis B und C-Viren befinden sich vor allem in Körperflüssigkeiten (Speichel, Sperma, Vaginalschleim, Blut oder Blutplasma). Hepatitis B und in seltenen Fällen Hepatitis C wird daher vor allem durch Sexualverkehr übertragen. Es genügen bereits mikroskopisch kleine Hautverletzungen, durch die der Erreger in die Blutbahn gelangt. Eine infizierte schwangere Frau kann zudem ihr Kind anstecken.
Desweiteren kann die Erkrankung über den Kontakt mit infektiösem Blut oder Blutprodukten erfolgen.
Symptome und Beschwerden
Die Hepatitis-B-Infektion kann im besten Fall ausheilen und zu einer lebenslangen Immunität führen; im schlimmsten Fall (bei ca. 20%) kommt es zu einer chronischen Hepatitis. Ein Teil der Erkrankten kann Hepatitis B haben, ohne dass die Erkrankung bemerkt wird. Wenn die Erkrankung sich akut zeigt, so beginnt sie mit Appetitlosigkeit, Abneigung gegen bestimmte Lebensmittel, Übelkeit, leichtem Fieber sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. In der zweiten Krankheitsphase entwickelt sich eine Gelbsucht, d.h. Haut, Schleimhäute und Augen färben sich gelb. Der Stuhl entfärbt sich und der Urin wird dunkel. Die Erkrankung dauert meist vier bis sechs Wochen an. Danach tritt eine Besserung ein.
Eine mögliche Komplikation ist die chronische Leberentzündung, die entweder ohne Beschwerden verläuft, oder sich in Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen und einem gelegentlichen Drücken unter dem rechten Rippenbogen äußert. Nach jahrelanger, chronischer Hepatitis B besteht ein deutlich erhöhtes Risiko an einer Leberzirrhose (Schrumpfleber) oder Leberkrebs zu erkranken. Bei Hepatitis C nimmt die Erkrankung in mehr als der Hälfte aller Fälle einen chronischen Verlauf.
Diagnose
Bei einer ärztlichen Untersuchung wird der Arzt die Krankengeschichte und Symptomatik erfassen. Durch bildgebende Verfahren (wie z.B. Ultraschall) kann die Größe und Beschaffenheit der Leber beurteilt werden. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss über die Leberfunktion und dient dem Virusnachweis. Beim Verdacht auf eine chronische Leberentzündung kann eine Leberbiopsie notwendig sein (Entnahme von Lebergewebe).
Vorbeugung und Behandlung
Es gibt eine sehr wirksame Impfung gegen Hepatitis B. Sie besteht aus drei Teilimpfungen. Der Impfschutz hält mindestens fünf Jahre lang an. Es gibt auch einen kombinierten Hepatitis A/Hepatitis B-Impfstoff.
Eine Hepatitis-C-Impfung gibt es bisher nicht.
Außerdem sollte immer Safer Sex praktiziert werden.
Wenn es zu einer akuten Leberentzündung gekommen ist, wird der Arzt eine symptomatische Behandlung in Form von Bettruhe, Alkoholverbot oder Absetzung aller leberbelastenden Medikamente anordnen. Eine ursächliche Behandlung der Hepatitis B gibt es nicht. Nach Abklingen der akuten Leberentzündung heilt die Hepatitis B zumeist ab und eine weitere Therapie ist nicht erforderlich.
Wenn eine chronische Hepatitis B nachgewiesen wurde (frühestens sechs Monate nach Ausbruch der akuten Leberentzündung), wird medikamentös behandelt.
Sollte die chronische Hepatitis B zu Leberzirrhose geführt haben, so hilft oftmals nur noch eine Lebertransplantation.
Patienten mit langjähriger chronischer Hepatitis B sollten sich regelmäßig ärztlich untersuchen lassen,damit schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Leberkrebs möglichst frühzeitig erkannt werden.
-> Mehr zum Gebrauch des Kondoms
|
|
|
|