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Der Herpes Genitalis wird durch Herpes-simplex-Viren (HSV) verursacht.
Es gibt zwei verschiedene Typen von HSV. Beide können die Haut und die Schleimhäute des ganzen Köpers angreifen. Der HSV Typ I ist in der Regel auf den Mund und die Lippen begrenzt (sog. „Fieberbläschen“). HSV Typ II betrifft besonders die Geschlechtsteile.
Der Herpes genitalis ist in erster Linie eine Geschlechtskrankheit.
Bei Schwangeren besteht die Gefahr der Infektion des Kindes bei der Geburt, so dass in diesen Fällen ein Kaiserschnitt notwendig ist.
Eine Herpesinfektion heilt innerhalb von zwei bis drei Wochen meist von selbst ab. Das Virus bleibt aber ständig im Körper, und die Krankheit kann immer wieder neu ausbrechen. Die meisten Menschen mit dem „schlafenden“ Virus für Herpes genitalis im Köper haben keine oder nur wenige Ausbrüche.
Symptome und Beschwerden
Bei der Frau findet sich Herpes Genitalis vor allem in der Scheide, am Muttermund, im Gebärmutterhals und an der Harnröhre. Beim Mann sind vor allem die Eichel und die Vorhaut befallen.
Die Infektion beginnt meist mit Juckreiz und Spannungsgefühl, dann zeigen sich gruppierte Bläschen auf gerötetem Grund, die zu Krusten eintrocknen und nach 8 – 10 Tagen abheilen. Die Krankheit ist so lange ansteckend, bis die betroffene Stelle durch eine Kruste bedeckt ist. Oft sind die regionalen Lymphknoten geschwollen und schmerzhaft. Mit der Infektion können Fieber, Muskelschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl auftreten. Auch Schmerzen an den Geschlechtsteilen oder beim Wasserlassen sind bekannt.
Eine häufige Komplikation ist die Übertragung des Herpes auf andere Körperstellen. Außerdem kann es zur Infektion der Bläschengeschwüre mit Bakterien kommen. Vermeiden Sie daher die Berührung offener Stellen.
Bei guter Körperabwehr wird das Auftreten der Bläschen unterdrückt. Wenn sich die Körperabwehrlage ändert, also schwächer wird, kann die Infektion von neuem ausbrechen.
Die Herpesinfektion des Neugeborenen durch die Mutter ist eine gefürchtete Komplikation, da sie für das Kind lebensbedrohlich sein kann. Es kann zu Fieber, Gelbsucht, Krampfanfällen und Atemstillstand kommen. Bei Schwangeren mit einer aktiven Herpesinfektion kann daher eine Kaiserschnittentbindung notwendig sein.
Diagnose
Aus dem Krankheitsverlauf und dem Aussehen des Ausschlags erhält der Arzt erste Hinweise. Ein Abstrich aus Herpesbläschen wird zusätzlich im Labor untersucht, um den Virus nachzuweisen. Eine Blutuntersuchung dient dem Nachweis von Antikörpern.
Vorbeugung und Behandlung
Der beste Schutz vor Herpes genitalis ist Safer Sex.
Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Ein begrenzter Befall der Schleimhaut und Haut kann unbehandelt bleiben. Zur Austrocknung der Bläschen und Kühlung eignet sich eine Zinkschüttelmixtur.
Bei schwereren Erkrankungen wird mit antiviralen Medikamenten (Virustatika) behandelt, die den Krankheitsverlauf verkürzen und die Beschwerden lindern.
In jedem Fall sollten die Sexualpartner mitbehandelt werden, um Spätfolgen und eine Verbreitung der Infektion zu verhindern.
-> Mehr zum Gebrauch des Kondoms
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